GAU Cattenom

Was wäre, wenn es im Atomkraftwerk Cattenom zu einem Super-GAU käme?

Was wäre, wenn von heute auf morgen einen ganze Region oder ein ganzes Land durch einen Super-GAU von der Landkarte verschwinden würde? Ein Super GAU, lassen uns an die Atomkraftwerke Fukushima oder Tschernobyl erinnern.

Was bedeutet die Abkürzung GAU / Super GAU?

Bei einem sogenannten Auslegungsstörfall treten Ereignisse in Atomkraftwerken auf und werden als GAU – Größter anzunehmender Unfall – bezeichnet, bei welchem ein Reaktor noch technisch beherrschbar sein muss.

Bei Atomunfällen ab INES Stufe 5 handelt es sich um sogenannte“auslegungsüberschreitende Störfälle“ und werden als Super-GAU bezeichnet. Bei einem Super GAU ist der Reaktor nicht mehr beherrschbar. Als beispiele eines Super Gau sind die atomaren Katastrophen in den Atomkraftwerken Mayak 1957, Tschernobyl 1986 und Fukushima 2011, Weitere schwere auslegungsüberschreitende Störfälle ereigneten sich 1957 im britischen Atomkomplex Sellafield (früher Windscale) und 1979 im amerikanischen Atomkraftwerk Three Mile Island.

Ein Super-GAU führt zu einer Strahlenbelastung von Mensch und Umwelt in weitem Umkreis eines Atomkraftwerkes. Bei Austritt von Radioaktivitöät verbeitet sich die Radioaktivität zuerst in dem Gebiet, in dem der Super GAU stattfindet und verteilt sich je nach Windrichtung sowie Windgeschwindigkeit. Bei einem Super Gaul im AKW Cattenom wäre das Saarland aufgrund der Hauptwindrichtung direkt betroffen; je nach Windrichtung wären Luxemburg, Belgien, Rheinland-Pfalz, aber auch Frankreich betroffen. Die Ausmaße eines nuklearen Unfalls (die radioaktive Wolke ~ Fallout) würden ebenso weitere Teile Europas treffen.

Falls ein Super-GAU im Atomkraftwerke eintreten würde, würde vorerst der Schweregrad des Störfalles berücksichtigt, respektive festgestellt werden; dazu sind im Saarland, Luxemburg, Rheinland-Pfalz und in unmittelbarer Umgebung des AKW Cattenom Radioaktivitätsmessstellen installiert. Wenn nach der Auswertung der Messstellen hohe Radioaktivität festgestellt wurde, soll je nach Höhe der gemessenen radioaktiven Strahlung gehandelt werden.

Ein Sirenenalarm soll ausgelöst werden und die Bürger/Innen sollen über Medien (Radio, Fernsehen) unter anderem dazu aufgerufen werden, Ruhe zu bewahren und sich an einen sicheren Ort zu begeben: z.B. wer die Möglicheit hat, soll sich im Keller aufhalten; – wer keinen Keller hat, soll in der Wohnung bleiben. Alle Luftzufuhren sollen verschlossen werden. Die aktuellsten Meldungen sollen im Radio verfolgt werden. Menschen die sich gerade auf ihrer Arbeitsstelle befinden, sollen erst einmal dort bleiben – Kinder sollen in Schulen und Kitas, Kigas bleiben.

INES Skala; eine internationale Bewertungsskala für nukleare und radiologische Ereignisse.

Die INES-Skala zur Bewertung nuklearer Unfälle

Weitere Informationen zur INES Skala: https://m.bpb.de/gesellschaft/umwelt/tschernobyl/225079/ines-die-internationale-bewertungsskala-fuer-nukleare-ereignisse

Nach dem Evakierungsplanes des Kreises Merzig-Wadern soll dann zu Zeitpunkt X der Aufruf im Radio folgen, dass und wo die Bürger/Innen die Kaliumjodidtabletten abholen sollen. Wir erinnern uns; ein Super GAU hat im AKW Cattenom stattgefundem und weite Teile des Saarlands haben extrem hohe Strahlungswerte abbekommen. Im Radius von 25 Kilometern um das AKW Cattenom wird eine Evakuierungszone eingeräumt; im Saarland betrifft das Perl, Mettlach, Merzig und Rehlingen-Siersburg – in dieser Zone halten die Städte und Gemeinden Kaliumjodidtabletten vor, die im Katastrophenfall an die Bevölkerung ausgegeben werden sollen. Das bedeutet, dass jeder die Jodtabletten irgendwo in dieser Zone abholen soll. Dementsprechend muss Haus oder Wohnung verlassen werden; jeder wird hoher radioaktiver Strahlung ausgesetzt, um die Kaliumjodidtabletten abzuholen. Es wird keine Möglichkeiten geben, dass die Kaliumjodidtabletten von jemandem an die Bevölkerung verteilt werden, denn dazu fehlen die personellen Kapazitäten. Die Kaliumjodidtabletten für Städte, Dörfer, die aus der 25km Zone liegen, sollen ab September 2017 in allen Landkreisen im Saarland, dem Regionalverband Saarbrücken und in der Landeshauptstadt lagern. Niemand weiß, wo genau die Kaliumjodidtabletten bei den Städten, Gemeinden, Landkreisen gelagert werden.

Personen über 45 Jahre sollen keine Kaliumjodidtabletten erhalten, da nach Angaben des Bundesumweltministeriums mit steigendem Alter häufiger Stoffwechselstörungen der Schilddrüse auftreten. Eine solche sogenannte funktionelle Autonomie erhöht die Gefahr von Nebenwirkungen einer Jodblockade. Zudem soll mit steigendem Alter die Wahrscheinlichkeit stark abnehmen, an Schilddrüsenkrebs durch ionisierende Strahlung zu erkranken und das Risiko von Nebenwirkungen soll höher sein, als das Risiko, später an Schilddrüsenkrebs zu erkranken.

Der Evakierungsplan des Kreises Merzig-Wadern sieht vor, dass je nach Höhe der gemessenen radioaktiven Strahlung sowie je nach Windrichtung (Verteilung der Radioaktivität) die Evakuierung der Bevölkerung in den Medien bekannt gegeben werden soll. Nehmen wir an, dass um 10:00 Windrichtung SSW vorliegt – evakuiert würde in Windrichtung SSW. 10:20 ändert sich die Windrichtung nach W; dementsprechend müsste innerhalb von 20 Minuten in der Windrichtung W evakuiert werden. Wie und in welcher From sich die Radioaktivität verteilt, hängt stark von der Schwere des atomaren Unfalls und der herrschenden Wetterlage sowie Windrichtungen sowie Windgeschwindigkeiten ab. Dementsprechend müssten die Evakuierungen je nach Windrichtung kurzfristig angepasst werden, da Wind die Eigenschaft hat, keine Konstanz zu zeigen, sondern kurzfristig Geschwindigkeit und Richtung zu ändern. In diesem kurzem Zeitraum der kurzfristigen Änderungen der Windrichtungen sowie Geschwindigkeiten schier unmöglich.

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Grafik: GAU IM AKW CATTENOM: SIMULATION DER VERTEILUNG DER RADIOAKTIVEN WOLKE BEI WINDRICHTUNG SW. (QUELLE: OpenStreetMap)

Nein, es ist nicht so, dass die gesamte Bevölkerung evakuiert wird. In den Medien wird vorgegeben, in welche Richtung man sich und seine Familie evakuieren soll. Eine ganze Region wird zur Sperrzone. Die Bürger/Innen müssen wiederum ihre Häuser oder Wohnung, respektive ihren Arbeitsplatz in eine radioaktiv verseuchte Umgebung verlassen, um selbst im KFZ zu den Notunterkünften zu fahren, die zu einem gewissen Zeitpunkt im Radio/Fernsehen durch gesagt werden. Das hat auch zur Bedeutung, dass tausende Bürger/Innen zur gleichen Zeit in eine Richtung oder je nachdem in mehrere Richtungen fahren. Panik, Stau, Unfälle, durch Polizei oder THW abgesperrte Bereiche in einer radioaktiv verseuchten Umwelt. Die zur Sperrzone erklärte Region wird für immer unbewohnbar. Niemand kann mehr nach Hause zurück. Eine ganze Region verschwindet von der Landkarte; damit Arbeitsstellen, Immobilien, das Zuhause u.v.m.

Die nukleare Umweltkatastrophe wird nicht nur über Winde und radioaktivem Regen über ganz Europa verteilt, sondern auch über die Mosel in den Rhein transportiert. Gesundheitliche, wirtschaftliche, gesellschaftliche Folgen und Folgesfolgen für die Bürger/Innen in ganz Europa.

Am 17 Mai 2014 fand in Remerschen (Luxemburg) der internationale Aarhus Runder Tisch Cattenom statt, an dem sich die Arbeitsgruppe „Notfallvorsorge und Post-Notfall“ von Nuclear Transparency Watch versammelte, organisiert von Ute Schlumpberger & Brigitte Artmann. Evakuierungspläne für das französische Atomkraftwerk Cattenom sind existent, jedoch im Notfall völlig unzureichend. Das ist das Ergebnis des internationalen Aarhus Runder Tisch Cattenom. „Radioaktive Strahlung kennt keine Grenzen; weder vor Notfall – noch vor Evakuierungsplänen und selbst bei der besten Nachbesserung nicht. Im Falle eines GAUs; Rette sich wer kann. Die endgültige Lösung aller Probleme ist, dass das AKW Cattenom sowie alle Atomkraftwerke auf EU & Nicht EU-Ebene sofort und unumkehrbar abgeschaltet werden!!

Video: CATTENOM: Aarhus Runder Tisch Cattenom der Arbeitsgruppe „Notfallvorsorge und Post-Notfall“, Nuclear Transparency Watch: https://www.youtube.com/watch?v=pgK4nz8E2eA

„Mit der Laufzeitverlängerung alternder Atomkraftwerke gehen wir in eine neue Ära des Risikos, mit Cattenom riskieren wir Europa“, sagte Roger Spautz, Greenpeace Luxemburg. Cattenom sollte sofort abgeschalten werden. Patrick Majerus, offizieller Katastrophenschützer von Luxemburg, berichtete über das große Problem verlorener Zeit durch Übersetzung und verschiedene Notfallpläne in den verschiedenen Ländern. Dieter Majer, der ehemalige technische Leiter der deutschen Reaktorsicherheit, kritisierte die Wasserkühlung in Cattenom und das Risiko von Erdbeben und Überschwemmungen.

Die dringendsten Forderungen des Runden Tisches Cattenom: Die nicht öffentlichen Teile der Notfallpläne müssen sofort veröffentlicht werden. Es braucht Runde Tische nach der UN Aarhus-Konvention um die öffentliche Debatte zu beginnen. Inklusion muss in die Notfallpläne einbezogen werden. Englisch muss eine gemeinsame Sprache für die Katastrophenschützer werden. Evakuierungszonen und mögliche betroffene Regionen müssen mit Quellterm – Karten festgestellt werden. Jod – Tabletten müssen in allen Haushalten vorrätig sein. Katastrophenschutz und Krankenhäuser müssen auch im Mittel-und Fernbereich vorbereitet sein. Das Strahlungsniveau für Evakuierung und Langzeit- Rückübersiedlung muss von 100 Millisievert pro Jahr drastisch auf den Normalwert von 1 Millisievert pro Jahr reduziert werden. Wenn das nicht gewährleistet werden kann, so muss sofort abgeschalten werden. Die europäischen Lebensmittelgrenzwerte für Radioaktivität müssen von 600 Bq / Cäsium auf 100 Bq / Cäsium gesenkt werden, das ist der in Japan geltende Grenzwert und war auch der Grenzwert in Europa vor Tschernobyl. Für Kinder muss dieser Wert niedriger sein. Grenzüberschreitende Haftpflicht und volle finanziellen Kompensation für die betroffene Öffentlichkeit ist allein aus ethischen Gründen ein Muss. Die Kosten für die nukleare Notfallvorsorge müssen von den Betreibern getragen werden.

Ute Schlumpberger fordert grenzüberschreitende Notfallpläne für den Fall eines atomaren Unfalls im AKW Cattenom. Die Bevölkerung muss rechtzeitig informiert und in Sicherheit gebracht werden. Dies ist nur mit länderübergreifender Verständigung und Zusammenarbeit möglich. Die vorhandenen Notfallpläne der französischen Regierung werden von unzähligen Seiten äusserst kritisiert. Selbst der Präsident der französischen Atomaufsicht räumt ein, dass diese Pläne dringend überarbeitet werden müssen. Zum Beispiel sind die Evakuierungszonen mit zwei bis fünf Kilometern viel zu knapp bemessen; die Alarmsirenen sind kaum hörbar und bei Übungen hat das Telefon-und Alarmsystem versagt. Dies sind weitere nicht zu akzeptierende Situationen, die zwangsläufig zu Panik führen werden. Dringlich notwendig, dass Frankreich, Saarland und Luxemburg die Notfall-Pläne überarbeiten und grenzüberschreitende Planungen machen, da im Ernstfall ein schnelles Handeln über die Grenzen hinaus erforderlich ist und Rettungs- und Evakuierungspläne funktionieren müssen.

In diesem Sinne benötigt es nicht einmal einen Super-GAU im AKW Cattenom! Mangelnde Sicherheitskultur ist ein Risiko und kein Kraftwerk der Welt wird einen Terroranschlag mit einem Airbus A 380 oder mit einer russischen Bunker brechenden Waffe AT 14 widerstehen. Das französische Institut für Strahlenschutz IRSN stellte bereits 2012 fest, dass Cattenom das Atomkraftwerk mit einer der dichtesten Bevölkerung in Frankreich und in Europa ist, eine Evakuierung somit extrem erschwert ist, da vor allem drei Länder direkt von einem Unfall betroffen werden. Innerhalb von 5 km Umkreis leben 75.000 Personen und innerhalb von 30 km 353.000 Personen“. Was, wenn 353.000 Menschen auf der Flucht sind und der akute Notfall Monate und Jahre dauert? Die Schlussfolgerung einer Studie des deutschen Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS): Ein schwerwiegender atomarer Unfall kann weitaus größere Auswirkungen haben als bisher offiziell angenommen. Es kann auch davon ausgegangen werden, dass es im Atomkraftwerk Cattenom auch durch sogenannte Betonermüdungen zu einem schwerwiegenden Unfall kommen kann. In den grenznahen belgischen AKWs sind die Schäden derartiger Betonermüdungen größer als bisher bekannt. Die bisherig durchgeführten Übungsreihen der Großregion „EXERCICES NUCLÉAIRES“ um die nationale und internationale Zusammenarbeit der Krisenstäbe in der Großregion und somit die Koordination von Notfallschutzmaßnahmen zu optimieren, sind reine Trockenübungen. Der Katastrophenschutz ist in Realität in keinster Weise auf einen Super GAU im AKW Cattenom vorbereitet.

https://cattenom-non-merci.eu/wp-content/uploads/2021/04/Evakuierung-D.pdf

Viele Fragen bleiben offen:

  • Wurden jemals Quellterm-Karten bei verschiedenen realistischen Wetterlagen und bei der Annahme des Austritts der gesamten radioaktiven Massen eines Reaktors des AKW Cattenom errechnet?
  • In welchen Regionen ist mit Kontaminationen über dem Evakuierungswert von 100mSv/a zu rechnen?
  • Werden die saarländischen Behörden auf Landes- und kommunaler Ebene über sicherheitsrelevante Ereignisse im AKW Cattenom informiert?
  • Gibt es Schätzungen über die möglichen Kosten eines Super GAUs im AKW Cattenom – Sachkosten durch Zerstörung von Privateigentum, Infrastruktur und Produktionsstätten sowie Kosten durch gesundheitliche Schäden und Tod von Personen?
  • Gibt es mit dem französischen Staat oder dem EDF Betreiber des AKW Cattenom, Vereinbarungen über die Begleichung dieser Kosten im Katastrophenfall und hat der französische Staat oder EDF entsprechende Rücklagen gebildet?
  • Wie erfolgt die Alarmierung der Bevölkerung im Falle einer atomaren Katastrophe im AKW Cattenom und wie ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Alarmierung in diesem Fall geregelt?
  • Wie wird eine mögliche Evakuierung der Bevölkerung durchgeführt?
  • Stehen für die Saarländerinnen und Saarländer jederzeit und ausreichend entsprechende Schutzräume/Notplätze zur Verfügung)?
  • Sind für Kindergärten und Schulen entsprechende Notfallpläne ausgearbeitet worden und finden mit den Kindern und Jugendlichen regelmäßig entsprechende Notfallübungen statt?
  • Wo genau lagern die Kaliumjodidtabletten in den Kommunen, Städten und wer teilt jene an die Bevölkerung aus? Als gutes Beispiel dient die aktuelle Corona Lage: für Testzentren und Impftzentren müssen Termine angefragt werden; soll die Bevölkerung die Kaliumjodidtabletten im Falle eines Falles auf Terminanfrage abholen oder in langen Warteschlangen anstehen, um die Kaliumjodidtabletten bei den Kommunen, Städten abzuholen. Zum Beispiel hat die Gemeinde Perl etwas über 8000 Einwohner; dementsprechend begeben sind 8000 Menschen zur gleichen Zeit in einer radioaktiv verseuchten Umwelt dorthin, wo die Kaliumjodidtabletten abgeholt werden sollen und stehen dort in Warteschlangen an. In dieser Situation sind Massenpanik und Todschlag vorprogammiert. Beim besten Willen nicht realisierbar. Laut Fachärzten ist die Wirksamkeit der Kaliumjodidtabletten am größten, wenn die Einnahme kurz vor Eintreffen der radioaktiv kontaminierten Luftmassen erfolgt. Eine verspätete Einnahme senkt die Wirksamkeit stark ab. Schon einige Stunden nach Durchzug einer radioaktiven Wolke ist eine Einnahme praktisch wirkungslos.

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Tschernobyl 26. 04.1986

Der nukleare Unfall im AKW Tschernobyl nahe der Stadt Prypjat ereignete sich im Block 4; Reaktortyp sowjetischer Bauart. Prypjat ist heute eine Geisterstadt. Tschernobyl ist 2000 Kilometer von Deutschland entfernt; aber die radioaktive Wolke reichte weiter, Zunächst herrschte seitens der UdSSR Stillschweigen.

Auch als die Explosion des Reaktors in der Bundesrepublik bekannt wurde, rechneten offizielle Stellen nicht damit, dass sich die radioaktive Wolke so weit ausbreiten würde. Der damalige Bundesinnenminister Friedrich Zimmermann, betonte noch am 29. April in einem Interview der Tagesschau, dass eine Gefährdung“absolut auszuschließen sei“, denn Gefährdung besteht nur in einem Umkreis von 30 bis 50 Kilometern um den Reaktor herum. Auch die baden-württembergische Landesregierung sagte am 10 Mai. 1986, dass keine Gefahr bestehe. Zu diesem Zeitpunkt hatte die radioaktive Wolke Deutschland bereits erreicht.

Die Brennelemente befinden sich in Druckrohren, umgeben von einem Graphit-Block und werden mit Wasser gekühlt. Zum Zeitpunkt des nuklearen Unfalls befand sich der Reaktor in der Phase eines planmäßigen langsamen Abschaltens, um routinemäßige Instandhaltungs- und Prüfarbeiten durchzuführen. Gleichzeitig war ein Versuch zur Überprüfung verschiedener Sicherheitseigenschaften der Anlage vorgesehen. Grundlegende Auslegungsmängel der Anlage zusammen mit Fehlern und Verstößen bei der Betriebsführung führten zur Reaktorkatastrophe. Dieser Versuch wurde ausgeführt, um nachzuweisen, dass die Anlage bei einem Verlust von Kühlmittel (Kühlmittelverluststörfall) und einem gleichzeitig angenommenen Ausfall der Stromversorgung (Notstromfall) beherrscht werden kann.

Während der Versuchsdurchführung in Tschernobyl stieg entgegen der Erwartungen die Leistung sprunghaft an und geriet außer Kontrolle. Es kam zu einem rapiden Anstieg der Energiefreisetzung in den Brennelementen und im Weiteren zur Zerstörung des Reaktorkerns. Die im Brennstoff gespeicherte Wärme übertrug sich sehr schnell auf das umgebende Kühlmittel, das sich zunächst erhitzte und schließlich verdampfte. Dadurch kam es zu sehr hohem Druck im Reaktor, der ihn in der Folge zum Explodieren brachte. Das Reaktorgebäude einschließlich dem Dach wurde zerstört, zahlreiche Brände mit extrem hohen Temperaturen brachen aus und schleuderten radioaktive Reaktorinhalte Atmosphäre sowie Graphit in die Umgebung des AKWs.

Zwei Explosionen zerstörten den Reaktorblock und schleuderte radioaktives Material in die Atmosphäre. Die radioaktive Wolke zog bis nach Mitteleuropa und zum Nordkap. Prypjat wurde infolge des Reaktorunglücks 1986 geräumt und ist seit der Reaktorkatastrophe unbewohnbar. Zum Zeitpunkt der Katastrophe wohnten hier etwa 49.360 Menschen, darunter etwa 15.500 Kinder. Die dort Ansässigen waren einer sehr hohen Strahlenbelastung ausgesetzt, bevor sie evakuiert wurden, wie auch etwa 100 000 der 650 000 Liquidatoren, die die Havariefolgen beseitigten.

Die radioaktiv verstrahlten Wolken verbreiteten sich von dem Atomkraftwerk Tschernobyl weltweit. Damals wurde im über 1.200 Kilometer von Tschernobyl entfernten Kernkraftwerk ­Forsmark in Schweden erhöhte Radioaktivität gemessen. Als klar war, dass die erhöhte Radioaktivität nicht durch dieses AKW verursacht wurde, kam der Verdacht auf, dass es in einem sowjetischen Kernkraftwerk zu einem GAU gekommen war.

Tausende Arbeiter, Soldaten, Feuerwehrmänner und lokale Bürger – die Liqudatoren genannt, arbeiteten unter teils extremer Strahlenbelastung an der Bekämpfung der Nuklearkatastrophe. Insgesamt waren 800.000 Liquidatoren (Einsatzkräfte) bei den Aufräumungsarbeiten auf dem Reaktorgelände eingesetzt wurden, von denen nach Angaben staatlicher Stellen bisher rund 25 000 Liquidatoren gestorben sind.

Weite Teile Europas wurden radioaktiv kontaminiert; in Europa wurden rund 200.000 Quadratkilometer stark radioaktiv belastet. Zwischen dem 26. April und dem 5. Mai 1986 trieben wechselnde Luftströmungen die Wolken mit dem radioaktiven Fallout von Tschernobyl zunächst über Weißrussland nach Schweden, Skandinavien, dann über Polen, Tschechien, Österreich, Norditalien und Süddeutschland. Eine dritte Wolke erreichte zuletzt den Balkan, Griechenland und die Türkei. Weißrussland im Süden der Ukraine war am stärksten getroffen. Die Ukraine wurde stark radioaktiv belastet – noch heute sind 6,3 Prozent des Landes radioaktiv verstrahlt. In Russland sind 1,5 Prozent der Landesfläche radioaktiv verseucht. Am stärksten betroffen waren Gebiete in der nördlichen Ukraine, in Weißrussland und im Westen Russlands.

Die folgenden Wochen waren von Hilflosigkeit auf Seiten der Politik und Verunsicherung seitens der Bevölkerung geprägt. Auf ein Szenario wie nach Tschernobyl war keiner vorbereitet, der Regierung fehlte jegliches Instrumentarium.

In der Bundesrepublik gab es 1986 weder einheitliche Richtlinien für die Grenzwerte, beispielsweise bei Lebensmitteln, noch eine Struktur für den Informationsaustausch, um mit den Folgen eines derartigen Unglücks umgehen zu können.

Erste Warnungen betrafen Milch vom Bauern und Blattgemüse. Während beispielsweise in Bayern gewarnt wurde, beruhigte das Sozialministerium in Baden-Württemberg: Hausfrauen sollten Blattgemüse nur „etwas gründlicher waschen als sonst“. In Berlin riet man, Obst und Gemüse lauwarm zu waschen. Wenige Tage später wurde tonnenweise Gemüse beschlagnahmt und vernichtet.

Kinder durften nicht mehr in Sandkästen spielen, Hautkontakt mit dem Boden sollte vermieden werden. Klassenfahrten in die DDR und andere Ostblock-Staaten wurden abgesagt. In Hessen wurden teilweise Spielplätze, Sport- und Freizeitanlagen geschlossen. Hamburg riet seinen Bürgern, bei Regen nicht nach draußen zu gehen. Nordrhein-Westfalen gab eine Empfehlung, nach der Schwangere und Kleinkinder auf Frischmilch und Frischmilchprodukte verzichten sollen. Niedersachsen erklärte, die Bauern sollten Blattgemüse einfach unterpflügen. Kleingärtnern wurde geraten, die oberste Bodenschicht einige Zentimeter abzutragen. Bauern mussten ihr Milchvieh von der Weide holen.

Am 23. Mai gaben etliche Landesregierungen wieder Entwarnung – Gemüse könne jetzt wieder bedenkenlos gegessen werden. Krisenstäbe wurden gebildet und wieder aufgelöst. Die radioaktive Wolke hatte vor allem Jod 131 nach Deutschland getragen, das eine Halbwertszeit von rund 8 Tagen hat und somit nach einigen Wochen vollständig verschwunden war.

Binnen kurzer Zeit nach Eintreffen der radioaktiven Wolke über Deutschland gab es einen Ansturm auf Jod-Tabletten als Mittel gegen die Einlagerung von radioaktivem Jod in der Schilddrüse. Noch im Juni warnten Wissenschaftler vor Wild-, Schaf- und Ziegenfleisch, ebenso vor freilaufendem Geflügel und Milch. Durch das Unterpflügen, so eine der Begründungen, sei Cäsium 137 in den Boden geraten und von dort gerate es über Futterpflanzen wieder in den Nahrungskreislauf. Für Lebensmittel wie Milch, Obst Fleisch und Gemüse aus Polen und der Sowjetunion gab es Einfuhrbeschränkungen.

Noch zwei Jahre nach Tschernobyl saß die Bundesrepublik auf 5000 Tonnen verstrahltem Molkepulver. Das Pulver stammte aus Bayern, das von der radioaktiven Wolke besonders stark betroffen war. Anstatt wie in einigen anderen Bundesländern nicht-belastetes Futter zu importieren und an das Vieh zu verfüttern, waren in Bayern die Milchkühe zum Weiden auf die Wiesen gelassen worden. Die Folge war verstrahlte Milch, die auf Anraten des bayerischen Landwirtschaftsministeriums zu Käse verarbeitet werden sollte. Übrig blieben 5000 Tonnen mit Cäsium 137 kontaminiertes Molkepulver, das der Bund aufkaufte und dessen Entsorgung über Jahre diskutiert wurde. Die Vorschläge reichten vom Verfüttern an Vieh über das Verbrennen in einer Müllverbrennungsanlage über den Export, beispielsweise nach Afrika, bis zur Einlagerung in einem ehemaligen Bergwerk oder im leerstehenden Komplex des Schnellen Brüters in Kalkar. Unterdessen waren die Säcke mit der radioaktiven Molke in 242 Güterbahnwaggons verladen worden, die an wechselnden Standorten unter Obhut der Bundeswehr parkten.

Schließlich fiel die Entscheidung für die Dekontaminierung mittels eines sogenannten Ionenaustauscherverfahrens. In einem Betriebsgebäude des stillgelegten AKWs Lingen wurde der Molke das Cäsium entzogen. Übrig blieben fast saubere Molke und rund 100 Kilogramm radioaktives Material zu Endlagerung.

Laut Bundesamt für Strahlenschutz ist noch heute das Fleisch aller jagdbarer, wildlebender Tiere – auch Wildschweine sowie Pflanzen und Böden im Bayerischen Waldes radioaktiv belastet.

Freigesetzte Stoffe: Edelgase: Krypton sowie Xenonisotope (z.B. Krypton-85, Xenon-133 – ) – Iod, Tellur sowie Cäsiumisotope (z.B. Jod-131, Tellur-132, Cäsium-134, Cäsium-137) – Ruthenium und Strontiumisotope (z.B. Ruthenium-103, Ruthenium-106, Strontium-89, Strontium-90) – Plutonium und Curiumisotope (z.B. Plutonium-238, Plutonium-239, Plutonium-240, Curium-242)

Noch bis Heute leiden tausende Menschen an den gesundheitlichen Folgen und Folgesfolgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Die radioaktive Strahlung nach der Reaktor-Havarie hatte bei der Bevölkerung unter anderem Schilddrüsen-Tumore ausgelöst. Krebsforscher Stephen Chanock von National Cancer Institute im US-amerikanischen Rockville und sein Team stellten fest, dass die von radioaktiven Jod-Isotopen ausgehende Strahlung im Erbgut „Doppelstrangbrüche“ verursachte, was letztlich zu Genmutationen und zur Entstehung von Krebs, insgesamt rund 5000 Schilddrüsentumoren, führte.

Nach der Nuklearkatastrophe in Tschernobyl gründeten sich Hilfsvereine, die die Kinder von Tschernobyl in deutsche, österreichische und Schweizer Gastfamilien holten. Noch heute reisen Jungen und Mädchen aus dem verstrahlten Gebiet regelmäßig nach Deutschland. In der Heimat haben sie mit den Folgen des GAUs zu kämpfen. In den vom Tschernobyl-Fallout betroffenen Gebieten in der heutigen Ukraine, in Belarus und in Russland fielen in diesen wenigen Tagen große Mengen des bei der Kernreaktion entstandenen radioaktiven Jod-131 vom Himmel. Dieses Element wird von der Schilddrüse aufgenommen, wo es weiter Strahlung abgibt. Diese Strahlung trifft auch auf die Erbgut-Moleküle im Zellkern der Zellen. Dabei kann die starke radioaktive Strahlung beide Stränge des aus gut drei Milliarden Bausteinen bestehenden Erbguts einer menschlichen Zelle an etlichen Stellen komplett durchtrennen.

Im Vergleich zu 1985 wurde 1986 ein ungewöhnlicher Anstieg der Säuglingssterblichkeit – Anstieg der Krebserkrankungen -Schilddrüsenkrebs im Kindesalter beobachtet.1987, neun Monate nach Tschernobyl, wurden bei Neugeborenen im Westteil Berlins zwölf Neugeborene mit Trisomie-21 (Down-Syndrom) diagnostiziert. Da diese Häufung genau neun Monate nach dem Tschernobyl-Unfall auftrat, wurde dies in Zusammenhang der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl gebracht.

Ein neuer Sarkophag soll verhindern, dass radioaktive Strahlung in die Umgebung gelangt.

Unmittelbar nach der Katastrophe 1986, begannen Arbeiter, eine Schutzhülle aus Beton um den havarierten Reaktor zu bauen. Innerhalb von 200 Tagen wurde jene Schutzhülle fertiggestellt, die im laufe der Jahre rissig und brüchig wurde. Ein neuer „Sarkophag“, eine Stahlkonstruktion, offiziell „New Safe Confinement“ genannt, wurde nach fünf Jahren Bauzeit im Jahr 2016 fertiggestellt und auf Schienen Stück für Stück über die alte Hülle geschoben.

Ende 2017 sollte die Hülle in Betrieb genommen werden und fortan durch Unterdruck verhindern, dass Radioaktivität aus dem havarierten Reaktor in die Umwelt gelangt. Doch dazu werden auch Lüftungssysteme und Stromleitungen benötigt. Und diese Technik wurde nicht wie geplant fertiggestellt, da die Strahlenbelastung auf der Baustelle höher ist als erwartet.

Folglich wurden mehr Arbeiter benötigt, damit jeder einzelne der 1.500 Menschen auf der Anlage nicht über den erlaubten Grenzwert hinaus mit Radioaktivität belastet wird. Der Grenzwert liegt in der Ukraine bei 14 Millisievert pro Jahr und ist damit sogar strenger als die erlaubten 20 Millisievert jährlich in Deutschland. Aber auch Roboter, die im Inneren des Sarkophags arbeiten, sind nicht vor der Strahlung gefeit. Werden sie zu lange am Stück eingesetzt, schadet das ihrer Elektronik.

Die geplante Inbetriebnahme des Sarkophags in Tschernobyl wurde zunächst auf Mai 2018 verschoben, dann sogar auf Dezember. Und sie ist immer noch nicht fertig. Im April 2019 gelang aber nach Informationen der European Bank for Reconstruction and Development immerhin ein 72-Stunden-Test unter Realbedingungen.

Allerdings wird auch auch die neue Hülle die Strahlung nicht völlig im Innern halten können. Das ist mit keinem Material möglich, selbst Stahl und Beton können nur einen Teil der ionisierenden Wellen aufhalten. Immerhin könnte die Stahlhülle verhindern, dass sich der radioaktive Staub weiter verteilt. In der Sperrzone von Tschernobyl werden zurzeit noch mehr Lager für radioaktiven Müll auch aus anderen ukrainischen Atomkraftwerken gebaut.

2,1 Milliarden Euro wurden bislang für den neuen Sarkophag investiert, der soll zumindest für die nächsten 100 Jahre halten. Länger hält die neue Hülle nicht. Kein Konzept, kein Geld.

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Externe Links

IPPNW-Pressemitteilung vom 26. April 2021 – 35 Jahre nach Tschernobyl – der europaweite Atomausstieg ist überfällig

IPPNW warnt vor Taxonomieplänen der EU

https://www.ippnw.de/presse/artikel/de/35-jahre-nach-tschernobyl-der-euro.html

26.04.2021 Anlässlich des 35. Jahrestags der Atomkatastrophe von Tschernobyl, warnt die internationale Ärzt*innenorganisation IPPNW vor den Taxonomieplänen der EU und appelliert an die Bundesregierung, die hochriskante Atomkraft ohne jegliche Hintertür von der Taxonomie auszuschließen. Neueste Studien zu den Auswirkungen der Atomkatastrophe von Tschernobyl zeigten, dass Niedrigstrahlung nach Atomunfällen nicht nur Krebserkrankungen, sondern auch schwere Nicht-Krebserkrankungen und Auswirkungen auf das Erbgut verursachen. Die Bundesregierung müsse sich klar gegen den Druck der französischen Atomlobby positionieren. „Tschernobyl war der größte Atomunfall, den wir bisher erlebt haben. Eine Fülle an medizinischen Studien zu den gesundheitlichen Folgen von Niedrigstrahlung wurde seitdem durchgeführt. Die Erkenntnisse der letzten 35 Jahre sprechen eine klare Sprache. Doch das Joint Research Center (JRC) in Karlsruhe, das die EU in Fragen zur Bewertung der Atomkraft berät, ignoriert die Ergebnisse der großen medizinisch-epidemiologischen Studien zu den Gesundheitsfolgen bei Nuklear- und Uranbergarbeitern sowie aus der medizinischen Strahlenanwendung“, betont die IPPNW-Vorsitzende Dr. med. Angelika Claußen. Wirtschaftliche Interessen würden hier willentlich über die der Gesundheit gestellt. Mögliche strahlenbedingte Gesundheitsfolgen wie Hirn- und Herzinfarkte wurden von der westlichen Forschung lange nicht anerkannt. Doch neuere, länderübergreifende Studien an Atomarbeitern aus Frankreich, Großbritannien und den USA haben gezeigt, dass es auch bei relativ niedriger und langsam erfolgender Aufnahme von ionisierender Strahlung zu tödlichen Hirn- und Herzinfarkten infolge von Blutgefäßschädigung kommen kann. Auch in experimentellen Zellstudien konnte dieser Mechanismus nachgewiesen werden. Die strahlenbedingte Linsentrübung ist inzwischen ebenfalls von internationalen Strahlenforscherinnen anerkannt. Studien zu Schädigungen des Erbguts durch radioaktive Strahlung zeigten zudem, dass die Anzahl der fetalen Missbildungen steigt, wenn die Mutter, beispielsweise aufgrund ihrer Arbeit, während der Schwangerschaft ionisierender Strahlung ausgesetzt ist.

„Diese Beispiele strahlenbedingter Krankheiten zeigen auf, dass wir die Forschungsergebnisse von Tschernobyl sehr ernst nehmen müssen“, unterstreicht Dr. med. Angelika Claußen. Es müsse systematisch weiter in diese Richtung geforscht werden. Atomenergie stattdessen als nachhaltig einzustufen und wirtschaftlich zu fördern, sei hingegen aus gesundheitlicher Sicht unverantwortlich.

Die Minimierung jeglicher Strahlenexposition ist das Gebot der Stunde. Von einem Atomkraftwerk profitieren zwei Generation, 50 Generationen leiden danach unter den strahlenden Altlasten. Die Kosten für Modernisierung und Rückbau sind enorm. Mit Nachhaltigkeit hat das nichts zu tun. Wenn die Bundesregierung Atomkraft aus der Taxonomie-Regelung ausschließt, wäre ein erster wichtiger Schritt für einen europaweiten Atomausstieg getan.

Weitere Informationen:

Somatic health effects of Chernobyl: 30 years on

Wismut-Studie: erhöhtes Lungenkrebs-Risiko durch Radon auch im Niedrigdosisbereich

Kontakt: Lara-Marie Krauße, krausse@ippnw.de, Tel. 030 698074-15

Weitere Informationen: https://tschernobyl.org/Ein